Veröffentlichungen

The Keeper (2009)

The Keeper (2009) Regisseur:

Keoni Waxman

Schauspieler:

Steven Seagal, Luce Rains, Jessica Williams, Kevin Christopher Brown, Arron Shiver, Seri DeYoung, Kisha Sierra, Alessandra Hayden, Liezl Carstens, Michael-David Aragon, Brian Keith Gamble, Brady Romberg

imdb-Link:

http://www.imdb.de/title/tt1296869/

“The Keeper” ist Seagals neustes Werk. Der Cop Rolland Sallinger (Steven Seagal) wird aufgrund von schweren Verletzungen, die er seinem korrupten Partner zu verdanken hat, in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Da kommt ihm ein Auftrag von seinem wohlhabenden Freund Conner Wells gerade recht. Er soll den Bodyguard für Conners Tocher Nikita spielen. Doch trotz Sallingers Anwesenheit wird Nikita entführt. Jetzt hilft nur noch ein entschlossenes Vorgehen um Nikita zu befreien…

Natürlich merkt man Steven Seagal, wie auch in seinen letzten Filmen, sein Alter an. Trotzdem macht er für einen 58jährigen immer noch eine recht passable Figur. Seine schauspielerischen Leistungen sind wie immer beschränkt. Er spielt wieder die für ihn typische Rolle des in sich gekehrten ruhigen Profis. Die Story ist nicht gerade tiefgehend, allerdings sollte man so etwas bei einem Action-B-Movie auch nicht erwarten. Was man erwarten darf, ist natürlich eine Menge Action und davon bekommt man auch einiges geboten. Die Kampfszenen sind nett anzusehen, obwohl Sallinger mit harter Brutalität jeden seiner Gegner entweder zusammen schlägt, ersticht oder erschießt.

Da ich einen Seagal-Action-Film erwartet hatte und genau so einen dann auch geliefert bekommen habe, gebe ich dem Ganzen 7/10 Punkten. Vor allem auch da dieser Film um Längen besser ist als viele seiner letzten Filme, wie z.B. “Against the Dark”, “Kill Switch” oder “Deathly Weapon”.

Pulp – Malta sehen und sterben (1972)

Pulp – Malta sehen und sterben (1972) Regisseur:

Mike Hodges

Schauspieler:

Michael Caine, Mickey Rooney, Lionel Stander, Lizabeth Scott, Nadia Cassini, Dennis Price, Al Lettieri, Leopoldo Trieste, Amerigo Tot, Robert Sacchi, Giulio Donnini, Joe Zammit Cordina

imdb-Link:

http://www.imdb.de/title/tt0069134/

Michael Caine in Bestform, er spielt hier Mickey King, der ursprünglich ein Beerdigungsunternehmen besaß aber sein altes Leben hinter sich ließ um Schriftsteller zu werden. Er bekommt den Auftrag als Ghostwriter die Lebensgeschichte des alternden Hollywood-Star Preston Gilbert aufzuschreiben. Dazu soll er auf Gilberts Anwesen gelangen und diesen mehrere Wochen lang belgeiten. Doch schon auf dem Weg dorthin wird ein Anschlag auf Kings Leben verübt und in dem darauf folgenden Strudel der Ereignisse versucht King den Dingen auf den Grund zu gehen…

Diesem Film fehlt nicht viel zu einem Kultfilm. Die Ich-Erzählweise von King, die einen trockenen Humor offenbart, begleitet den Zuschauer durch den gesamten Film. Gedanken von ihm sind unter anderem: “Das Leben eines Schriftstellers wäre ideal, wenn das Schreiben nicht wäre. ” oder während einer Autofahrt mit einem einarmigen Kriegsveteran: “Als Fahrer ließ der Fremde eine Menge zu wünschen übrig – einen zweiten Arm beispielsweise”. Leider wird der Film zum Ende hin immer verwirrender und die abschließende Aufklärung ist nicht der riesige Höhepunkt, wie man ihn erwartet hatte. Trotzdem bleibt am Ende ein nett gemachter Thriller mit humoristischem Einschlag übrig, der durchaus sehenswert ist.

Michael Caine als scharfzüngiger Zyniker in einem voller schwarzer Humor gepackten Thriller.

Punkte: 7/10

Wedlock (1991)

Wedlock (1991) Regisseur:

Lewis Teague

Schauspieler:

Rutger Hauer, Mimi Rogers, Joan Chen, James Remar, Stephen Tobolowsky, Basil Wallace, Grand L. Bush, Denis Forest, Glenn Plummer, Belle Avery, Ismael 'East' Carlo, Ed Crick

imdb-Link:

http://www.imdb.de/title/tt0103239/

Wedlock ist ein Science-Fiction/Action Streifen der sich sehen lassen kann. Frank Warren (Rutger Hauer) kommt aufgrund eines Diamantendiebstahls in ein neuartiges Gefängnis. Um die Insassen vom Ausbrechen abzuhalten erhält jeder Gefangene ein elektronisches Halsband, das explodiert wenn die Entfernung zu seinem Gegenstück mehr als 100 Meter überschreitet. Das Gegenstück ist wiederum ein Halsband eines Mitgefangenen. Der Clou dabei, niemand weiß wer sein Vermählungspartner ist. Tracy Riggs (Mimi Rogers) jedoch findet heraus, dass Frank ihr Halsbandgegenstück trägt. Zusammen gelingt ihnen die Flucht. Doch schafft Frank es auch seine versteckte Beute zu finden und sich damit aus dem Staub zu machen? Denn nicht nur er ist hinter der Beute her…

Ein durchweg unterhaltsamer Film mit einem in die Jahre gekommenen Rutger Hauer. Dafür macht die 12 Jahre jüngere Mimi Rogers eine exzellente Figur. Sie spielt ihre Rolle sehr gut und gibt dem Film einen Hauch von Humor. Die Idee der elektronsichen Fesseln ist nicht neu, aber doch ist sie hier gut umgesetzt. Zwar sieht man außer diesen Fesseln und einem Elektroschocker zu Beginn nichts was irgendwie auf ein Leben in der Zukunft schließen könnte, aber das muss ja auch nicht unbedingt, vor allem da keine konkrete Jahreszahl angegeben ist (sometime in the future…).

Ein netter Science-Fiction Film mit einigem an Action und einer sehr gut spielenden Mimi Rogers.

Punkte: 8/10

Die Braut trug schwarz (1968)

Die Braut trug schwarz (1968) Regisseur:

François Truffaut

Schauspieler:

Jeanne Moreau, Michel Bouquet, Jean-Claude Brialy, Charles Denner, Claude Rich, Michael Lonsdale, Daniel Boulanger, Alexandra Stewart, Sylvine Delannoy, Luce Fabiole, Jacques Robiolles, Jacqueline Gaillard

imdb-Link:

http://www.imdb.de/title/tt0061955/

Dieser französische Thriller war die Vorlage zu Quentin Tarantinos Kill Bill. Der Film vereinigt gekonnt Elemente aus den Genres Mystery, Krimi und Drama. Hauptperson ist Julie Kohler (Jeanne Moreau), eine trauernde Witwe. Ihr Mann wurde während ihrer Hochzeit erschossen. Julie ist auch nach zwei Jahren noch untröstlich über den Verlust ihres Mannes und legt ein Rache-Gelübde ab und so fängt sie an die fünf Männer aufzusuchen, die für den Tod ihres Liebsten verantwortlich sind…

Wieder einmal ein Film, in dem Selbstjustiz geübt wird. Auf Action wird hierbei aber verzichtet. Vielmehr erreicht Julie Kohler ihr Ziel mit großem Geschick, guter Planung und teuflischer Raffinesse.  Es ist deutlich, dass hier kein Hollywood Blockbuster vorliegt. Trotzdem ist der Thriller durchweg spannend und abwechslungsreich gestaltet. Es ist erstaunlich, wie konsequent Julie Kohler ihren Plan umsetzt und so am Ende auch an ihr Ziel gelangt. Jeanne Moreau spielt eine knallharte Witwe, die nur noch von ihrem Durst nach Rache am Leben gehalten wird. Deswegen ist es auch kein Wunder, dass der Film mit der Erfüllung ihres Gelübde endet. Es ist schwer diesen Film mit Tarantinos Kill Bill zu vergleichen. Die Story ist im Groben zwar die Gleiche, doch ist die Umsetzung sehr unterschiedlich. Tarantino greift auf blutige Kämpfe und brutale Gewalt zurück. Im vorliegenden Film kommt die Brutalität durch das unbarmherzige Vorgehen der Hauptperson zum Vorschein ohne große Action oder Gewaltszenen. Es sind unterschiedliche Ansätze, die jedoch beide das gleiche Ziel verfolgen.

Ein gelungener französischer Thriller, der die Geschichte einer rachsüchtigen Witwe erzählt.

Punkte: 7/10

Driven to Kill (2009)

Driven to Kill (2009) Regisseur:

Jeff King

Schauspieler:

Steven Seagal, Laura Mennell, Dan Payne, Mike Dopud, Holly Eglington, Zak Santiago, Inna Korobkina, Igor Jijikine, Aleks Paunovic, Dmitry Chepovetsky, Ed Anders, Reg Tupper

imdb-Link:

http://www.imdb.de/title/tt1227177/

Seagals neuster Film ist wie ca. 90 % seiner Filme ein Selbstjustiz-Film. Er spielt den Russen Ruslan Drachev, der in besseren Tagen ein gefürchteter Gangster in New Jersey war. Jetzt lebt er jedoch zurückgezogen und verarbeitet als Autor seine Erlebnisse in Büchern. Als seine Tochter heiraten will, kommt er zurück nach New Jersey, gerade rechzeitig um mitzukriegen, wie diese bei einem Überfall lebensgefährlich verletzt wird. Ruslans Ex-Frau stirbt bei dem Überfall. Beides kann Russlan nicht auf sich beruhen lassen und sinnt auf Rache…

Auf dem Cover ist zu lesen “Der beste Seagal seit Exit Wounds!”  und dem kann ich mich eigentlich nur anschließen. Seine letzten Filme, wie “Against the Dark”, “Kill Switch” oder “Deathly Weapon” waren allesamt herbe Enttäuschungen. Der jetztige Film geht wieder etwas in die gute alte Richtung. Im Film wird eine konstante Spannung aufrecht gehalten und Seagal passt gut in die Rolle des alternden Gangsters, der aber trotzdem noch ein paar Tricks auf Lager hat. Was ich als ein wenig nachteilig empfunden habe, ist die extreme Gewaltverherrlichung, die an einigen Stellen schon fast als Splatter bezeichnet werden könnte. Von Seagal Filmen ist man Action und Gewalt gewohnt, allerdings nicht herumspritzendes Blut und Kopfschüsse aus ein paar Zentimeter Entfernung in Großaufnahme.

Ein blutiger Seagal Film, der dem Stil seiner alten Filme wieder etwas näher kommt und dadurch auch eine Verbesserung zu seinen letzten Filmen darstellt.

Punkte: 7/10

Get Carter (1971)

Get Carter (1971) Regisseur:

Mike Hodges

Schauspieler:

Michael Caine, Ian Hendry, Britt Ekland, John Osborne, Tony Beckley, George Sewell, Geraldine Moffat, Dorothy White, Rosemarie Dunham, Petra Markham, Alun Armstrong, Bryan Mosley

imdb-Link:

http://www.imdb.de/title/tt0067128/

Ein guter britischer Gangsterfilm im 70er Jahre Stil. Michael Caine verkörpert Jack Carter, einen Auftragskiller, der zur Beerdigung seines Bruders in seine Heimatstadt Newcastle zurückkehrt. Jack glaubt nicht, dass sein Bruder bei einem Unfall zu Tode gekommen ist und stellt Nachforschungen an. Schnell stößt er dabei in die kriminelle Unterwelt vor und klärt das Verbrechen auf seine Art mit harten Methoden Schritt für Schritt auf…

Vor allem die düstere Atmosphäre dieses Films ist beeindruckend. Die Stadt Newcastle wird als schmutzige Industriestadt mit einem großen Sumpf aus Verbrechen dargestellt, in dem Carter vollständig versinkt. Hervorzuheben ist auch der Kameraschnitt, der an vielen Stellen brutal harte Schnitte einfügt. Obwohl gänzlich ohne große Special Effects bekommt der Zuschauer hier einen hervorragenden Film der alten Schule geboten. Das liegt nicht zuletzt auch an den guten Leistungen von Michael Caine, der den knallharten Gangster überzeugend darstellt. Im Jahre 2000 enstand ein Remake mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle, das sich jedoch noch nicht einmal in Ansätzen an seinem Original messen kann.

Ein britischer Gangsterfilm, der sowohl eine Detektivgeschichte beinhaltet als auch das Thema Selbstjustiz thematisiert.

Punkte: 8/10

Hard Ticket to Hawaii (1987)

Hard Ticket to Hawaii (1987) Regisseur:

Andy Sidaris

Schauspieler:

Ronn Moss, Dona Speir, Hope Marie Carlton, Harold Diamond, Rodrigo Obregón, Cynthia Brimhall, Patty Duffek, Wolf Larson, Lory Green, Rustam Branaman, David DeShay, Michael A. Andrews

imdb-Link:

http://www.imdb.de/title/tt0093146/

Dies ist der zweite Film von Andy Sidaris. Ähnlich wie sein erster Film (Malibu Express) besteht auch dieser Streifen aus viel Action, schönen Frauen und einigen Erotikszenen. Der Handlungsort ist in etwa ebenfalls gleich geblieben. So geht es in der Karibik um Drogenschmuggler und deren miese Geschäfte. Vor Ort sind die FBI-Agenten Rowdy Abilene (Ronn Moss) und Donna Hamilton (Dona Speir). Zusammen mit noch weiteren Freunden und Agenten nehmen sie den Kampf gegen die Drogenschmuggler auf. Zu dieser Gefahr hinzu kommt noch eine gefährliche giftige Schlange, die aus einem Käfig ausgebrochen ist und jetzt auf der Insel wahllos Menschen tötet…

Der Actionfilm ist um einiges schlechter als Sidaris erster Film. Die Handlung ist vollkommen aus der Luft gegriffen und beinhaltet etliche Fehler. Z. B. liegt ein Beutel mit Diamanten im Gras auf einer Insel. Donna und ihre Freundin werden in dieser Szene jedoch beschossen und müssen mit ihrem Flugzeug flüchten. In der nächsten Szene sieht man wie sie das Säckchen bei sich zu Hause öffnen, so als hätten sie es mitgenommen. Eine weitere wirklich miserable Sache ist die immer wieder auftauchende Schlange. Als Running Gag wäre das vielleicht noch eine lustige Angelegenheit gewesen. Allerdings sieht diese Schlange sowas von unecht aus, dass sie den gesamten Film ins Lächerliche und Amateurhafte zieht. Das einzig Positive sind ein paar nette Querverweise auf “Malibu Express”. So hat Donnas Freundin ein Poster des Films über ihrem Bett hängen und Rowdy ist der Kousin des Privatdetektivs Cody. Rowdy kann ebenfalls wie sein Kousin nicht mit einer Pistole umgehen und trifft nie einen Gegner (dafür aber jedes Glas, das auf dem Tisch steht…). Der Film endet dann auch in einer weiteren Parallele. So feiern Rowdy und Donna mit ihren Freunden auf der Malibu Express Yacht den Erfolg ihrer Mission.

“Hard Ticket to Hawaii” ist wirklich ein mieser Film, der seinem Vorgänger in keinster Weise das Wasser reichen kann. Die Handlung, wenn man sie denn als solche bezeichnen kann, ist unlogisch und langweilig und auch sonst gibt es außer ein paar Explosionen und Frauen absolut nichts zu entdecken.

Punkte: 4/10

Martial Law (1991)

Martial Law (1991) Regisseur:

Steve Cohen

Schauspieler:

Chad McQueen, Cynthia Rothrock, David Carradine, Andy McCutcheon, Philip Tan, Tony Longo, Vincent Craig Dupree, Jim Malinda, Rick Walters, Patricia Wilson, Lars Lundgren, Professor Toru Tanaka

imdb-Link:

http://www.imdb.de/title/tt0104822/

Bei mir kriegt jeder seine zweite Chance. Und das hier war die zweite für Cynthia Rothrock. Sean Thompson (Chad McQueen) und seine Freundin Billie Blake (Cynthia Rothrock) sind bei der Polizei in der Spezialabteilung Martial Law. Sie bekommen die schweren Fälle zugeteilt, die dann mit viel Kampfkunstfertigkeit gelöst werden. In ihrem aktuellen Fall ist allerdings Thompsons kleiner Bruder verwickelt. Als dieser ermordet aufgefunden wird, nimmt Thompson die Strafverfolgung in die eigene Hand…

Der Film ist ein reiner Martial-Arts-Film. Die Kampftechniken sind nicht schlecht, jedoch auch nichts Außergewöhnliches. Normale Schläge und Tritte, keine besonderen Aktionen oder coole Sprüche.  Cynthia Rothrock spielt die liebe, um ihren Freund besorgte Billy, die passend dazu mit ihren blonden Locken wirklich süß aussieht. Ihr Auftritt hier ist also um einiges besser als in Female Justice.

Ein normaler Martial-Arts-Film mit nichts Außergewöhnlichem, weder viel Gutes noch viel Schlechtes.

Punkte: 7/10

Fight Night (2008)

Fight Night (2008) Regisseur:

Jonathan Dillon

Schauspieler:

Chad Ortis, Rebecca Neuenswander, Kurt Hanover, David Alan Graf, Garrett Dutton, Larry Peterson, Ari Bavel, Jeffrey Fellin, Alicia Cabrera, Lahcen Anajjar, James Kellogg, Mark Ridgway

imdb-Link:

http://www.imdb.de/title/tt0756707/

Nachdem ich das wirklich cool gestaltete Cover von “Fight Night” gesehen hatte, konnte ich mir den Film auch nicht entgehen lassen. Und ich war begeistert. Es ist wirklich schon was länger her, dass ich so einen guten Streifen gesehen habe. Die Underground Straßenkämpferin Katherine Parker (Rebecca Neuenswander) wird von Michael Dublin (Chad Ortis) bei einer Schlägerei sofort als großes Talent erkannt. Dublin bemüht sich daraufhin ihr Manager zu werden, was ihm schließlich auch gelingt. Danach ziehen die Zwei durchs Land, dabei immer das große Geld im Sinn.

Der Film ist um einiges vielschichtiger als es auf den ersten Blick den Anschein hat. Es geht auch um soziale Schicksale, Vertrauen und Freundschaft. Es gibt nur sehr wenig Actionfilme, die es tatsächlich schaffen diese Elemente gekonnt umzusetzen. “Fight Night” schafft das und zwar vor allem durch eine extrem brilliante Darstellung von Rebecca Neuenswander. Sie zeigt eindrucksvoll ihre harte Seite in den Fights (man sieht, dass sie einmal Taekwondo Weltmeisterin (2000) war), jedoch dann auch in den richtigen Szenen ihr Inneres, ihre verletzliche Seite. Vom Style her kam sie mir hier ein wenig ähnlich zu Carrie-Anne Moss (als Trinity in Matrix) vor. Aber keine Frage dieser Look steht ihr hervorragend. Sie ist auf jeden Fall ein Talent, von dem wir in den nächsten Jahren sicherlich noch viel hören werden.

Ein klasse Kampfsportfilm mit vielschichtigem Hintergrund und einem wunderschönen Ende. Sehr empfehlenswert!

Punkte: 9/10

Flickering Lights (2000)

Flickering Lights (2000) Regisseur:

Anders Thomas Jensen

Schauspieler:

Søren Pilmark, Ulrich Thomsen, Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas, Sofie Gråbøl, Ole Thestrup, Iben Hjejle, Frits Helmuth, Peter Andersson, Niels Anders Thorn, Henning Jensen, Solbjørg Højfeldt

imdb-Link:

http://www.imdb.de/title/tt0236027/

Diese schwedische schwarze Komödie sollte, laut vielen Rezensionen, an die schwedischen Kultfilme (wie “In China essen sie Hunde” oder dessen Prequel “Old Men in New Cars”) heranreichen. Jedoch schafft “Flickering Lights” das nicht vollständig. Es geht um Torkild (Søren Pilmark) , einen 40 jährigen Kleinkriminellen, der keine Lust mehr auf sein kümmerliches Dasein hat und ein neues Leben beginnen will. Dazu stiehlt er von seinem Boss einen Koffer voller Geld und flieht mit seiner Gang zusammen in ein altes verlassenes Bauernhaus. Dort inmitten der Natur und abgelegen von der Zivilisation fangen Torkild und seine Freunde an ihr Leben umzukrempeln…

Eine nette Komödie, die gut aufgebaut ist und auch eine angenehme Story vorweist. Allerdings hat sie nicht das Zeug zu einem Kultfilm. Søren Pilmark versucht hier einen Kim Bodnia nachzuahmen. Das gelingt ihm aber nicht, obwohl seine schauspielerischen Leistungen nicht schlecht sind. Mit dabei, wie in fast jedem schwedischen Film, ist auch Mads Mikkelsen, der den Verrückten in der Gruppe spielt. Das macht er auch ganz gut und trägt so zur Auflockerung des Films bei.

Für einen gemütlichen Abend eine Komödie ganz im Stile der schwedischen Filme mit Happy End.

Punkte: 7/10